Ich bin als Musterschüler aufgewachsen – der Sohn rumänischer Einwanderer, zutiefst getrieben, hochleistungsorientiert und heimlich davon überzeugt, dass geliebt werden bedeutete, perfekt zu sein. Mein Selbstwertgefühl hing von Leistung ab. Ich war hart zu mir selbst, und nichts fühlte sich je gut genug an.
Disziplin wurde meine Komfortzone: Ich trainierte Taekwondo, erwarb einen schwarzen Gürtel und lernte etwas Unerwartetes – bei Bruchtests, wenn ich mir vorstelle, das Brett zu zerbrechen, gelang es mir auch. Wenn ich Angst vor Schmerz hatte, hielt ich zurück und scheiterte. Das war meine erste Lektion über die Kraft des Geistes.
Diese frühe Faszination mit der Kraft unseres Geistes nahm neue Tiefe in Moldawien an. Während ich in einem lokalen Waisenhaus freiwillig arbeitete, war ich nicht nur von den Geschichten der Kinder beeindruckt, sondern von dem Vertrauen, das sie mir entgegenbrachten. Dort erlebte ich, wie heilsam es sein kann, wenn sich jemand wirklich gesehen fühlt – und wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen innere Kämpfe nicht versteckt, sondern gehört werden. Diese Erfahrung vertiefte mein Verständnis: echte Veränderung beginnt mit Verbindung, nicht mit Perfektion. Und Raum halten kann genauso kraftvoll sein wie ein Problem zu lösen.
Ich studierte klinische Psychologie und Neurowissenschaften in den Niederlanden, gründete ein Startup in einem Inkubator mit und begann, Leistungträger zu coachen. Später, in einer Klinik für Persönlichkeitsstörungen, stand ich face-to-face mit emotionaler Unterdrückung – einschließlich meiner eigenen. Ich erkannte, wie wenig wir über unsere innere Welt gelehrt werden, bis eine Krise eintritt.
Diese Erkenntnis führte mich dazu, nicht nur durch den Geist, sondern durch den Körper zu arbeiten. Eine Schweigeretreat half mir, Teile von mir kennenzulernen, die ich jahrelang in einem Versuch, „stark zu sein", betäubt hatte.
Die Ausbildung zum Breathwork Coach lehrte mich wie tiefgreifend wir unser Nervensystem mit dem am meisten übersehenen Werkzeug regulieren können, das wir haben: unserem Atem. Apnoetauchen wurde unterdessen ein demütiger Lehrer: jedes Mal, wenn mein Ego flüsterte, dass ich nicht genug war, verspannte sich mein Körper, mein Geist raste, und der Tauchgang scheiterte. Nur als ich Zwang und Druck durch Dankbarkeit, Verspieltheit und Körperbewusstsein ersetzte, schaffte ich es, tief zu tauchen und – ironischerweise – die Ziele, die ich anfangs gesetzt hatte, zu übertreffen.
Es ist mir immer schade vorgekommen: Menschen erkunden ihre innere Welt – ihre Gefühle, Muster und Überzeugungen – oft erst, wenn es viel zu spät ist. Doch die Werkzeuge, die uns heilen, sind die gleichen, die uns gedeihen lassen … und ichhabe aus erster Hand gesehen, wie viel sich verschieben kann, wenn wir mehr Bewusstsein, Mitgefühl und Klarheit in unser tägliches Leben bringen.
Dieser Glaube führte mich dazu, in Business Development bei Amazon zu pivotieren – nicht nur um als Führungsperson zu wachsen, sondern um diese Werkzeuge in einer hochbelasteten Umgebung zu testen und Wohlbefinden von innen heraus zu skalieren. Dort durfte ich ein Team führen, Kollegen coachen und Workshops von emotionaler Intelligenz bis mentaler Resilienz für EU-Führungsebene und globale Teams gestalten – bisher mit über 500 Teilnehmern. Ich habe Wohlbefindens-Reviews durchgeführt, systemische Vorschläge für die Führungsebene vorgebracht und die Teamzufriedenheit um 150% erhöht. Als Leiter von Think Beyond, einer monatliche Zweck-Serie für 100+ Mitarbeiter über Marktplätze hinweg, habe ich gesehen, wie viel Auswirkungen bewusste Räume schaffen können.
Heute unterstütze ich Einzelpersonen und Teams auf ihrem Weg zu bedeutungsvoller Veränderung – indem ich ihnen helfe, Druck selektiver zu handhaben.
Weil echtes Wachstum heißt nicht nur mehr zu Erreichen. Es geht darum, einen tiefen Atemzug zu machen, bewusst deine Antwort zu wählen, egal in welcher Umgebung, und mit innerer Kraft zu führen.
Atmen, tiefer.
Wähle, bewusst,
Führe, als Vorbild.
Wenn Du Dir die Zeit genommen hast, das zu lesen und Du an Deine Selbstführung priorisierst: Melde Dich gerne.